EIN-FACH: „CABS Computerarchitektur und Betriebssysteme (2. Klasse)“ (Informatik)
Im zweiten Jahr geht es mit Virtuellen Maschinen oder kurz VMs und Docker-Containern in die Tiefe von Computersystemen. Die Schüler:innen lernen von Grund auf, wie man eine VM aufsetzt und in Betrieb nimmt.
Bericht aus der Sicht der Schüler:innen
Auf dem bisherigen Weg haben wir schon einiges gesehen und vieles durch Fehler und Reflexion, durch die Laborberichte, dazugelernt. Die Lehrer stehen den Schüler:innen mit Rat und Tat zur Seite, aber geben ihnen dennoch nicht die komplette Lösung, wodurch die Schüler nochmals selber probieren können, aus diesen kleinen oder großen Problemen neue Erkenntnisse für ihre Zukunft zu sammeln.
Bevor wir in die zweite Klasse starten, hier noch einige Bilder, was in CABS im 1. Jahrgang praktisch passiert ist, wenn es mal nicht nur um das Aufsetzen, Einrichten, Warten und Bedienen von den Betriebssystem-Familien Linux, MacOS und Windows gegangen ist: Raspberry Pi‘s, Elektronikkomponenten ansteuern und das erste Mal, dass die meisten von uns einen PC komplett zerlegen und wieder zusammenbauen durften – und er funktionierte danach sogar.
Das Fach CABS (Computerarchitektur und Betriebssysteme) bleibt auch in der zweiten Klasse eines der bedeutendsten Fächer am Beginn der Ausbildung in der Informatik. In diesem Jahr haben wir uns nicht mehr allzu sehr mit der klassischen Bedienung der Betriebssysteme beschäftigt, wie in der ersten Klasse. Denn das Betriebssystem, das wir in der zweiten Klasse am meisten nutzen, ist: Linux Ubuntu. Ein Open-Source Betriebssystem (jeder kann es gratis nutzen), dessen Terminal eine gut nutzbare Sprache nutzt. Wir vertiefen unser Wissen der ersten Klasse mit dem Schwerpunkt „Container“.
Aber was sind Container? Container sind Applikationen, die man auf deinem PC/Laptop/Server im Hintergrund laufen lassen und lokal darauf zugreifen kann. Das bedeutet, man kann z.B. eine Webseite auf seinen eigenen Webserver-Container stellen und mit der IP-Adresse des Containers darauf zugreifen. Eine andere Möglichkeit, sie zu nutzen, ist das Starten und Testen von Skripts, zum Beispiel welche aus Python.
Auch einige neue Befehle des Linux Terminals werden uns gelehrt, damit wir uns auf diesem Betriebssystem auskennen.
Ein weiterer wichtiger Teil im Unterrichtsfach CABS sind die Virtuellen Maschinen (kurz VM), auf denen man die Simulation eines Computers in seinem Computer starten kann.
Damit kann man zum Beispiel einen Laptop mit dem Betriebssystem betreiben und zusätzlich sein Ubuntu in der VM nutzen. Die VM funktioniert wie ein normaler Rechner, ist aber ein wenig langsamer, da sie ja wie eine Anwendung funktioniert. Man lernt auch, sie zu klonen, damit man einen Speicherpunkt setzen kann, sollte man seine VM bei Tests und Übungen durch Befehle unbrauchbar machen. Das bedeutet, unser persönlicher „normale“ Laptop, den wir ab der zweiten Klasse einsetzen, ist keinen Gefahren durch die Befehle im Terminal ausgesetzt, wenn ihr mit einer VM arbeitet, welche ihr in CABS besser kennenlernen werdet, solltet ihr euch noch nicht auskennen.

Die typische Unterrichtsmethode in CABS ist das Schreiben von Laborberichten. Es ist wie Experimentieren, aber mit seinem PC. Wenn etwas schiefgeht, wird das notiert und man versucht es erneut.
Es gibt nicht eine richtige Lösung, sondern immer mehrere. Das, was dabei zählt, ist nicht, alles richtig zu machen, sondern es zu probieren und sich gegenseitig zu helfen.
Man lernt nicht nur etwas über seinen Computer, sondern auch wie Teamwork funktioniert und wie man schöne Berichte schreibt. Da das viele in ihrem zukünftigen Arbeitsleben benötigen, ist CABS auch eine Hilfe für den späteren Job.
Also seid kreativ und nutzt die Chance, euch auszutoben und damit zu lernen!




