Volleyball-Auswahl diesmal in beiden Landesbewerben topplatziert (29./30. 1. 2026)!
Wie im vorigen Schuljahr trat die HTL Bau Informatik Design sowohl in Pool B (Bewerb ohne aktuelle Vereinsspieler) als auch in Pool A (Bewerb mit aktuellen Vereinsspielern) an, um zum einen nicht mehr oder weniger den Titel zu verteidigen und zum anderen eine bessere Figur abzugeben. Wenn auch das erste Ziel unter z. T. widrigen Umständen nicht ganz erreicht worden ist, kann sich der 4. Rang in der Endabrechnung bei einer absoluten Rekordbeteiligung und dementsprechend kurzer Spielzeit für eine Partie dennoch sehen lassen. Überraschend war dagegen das Abschneiden der Truppe am Tag darauf, die zum Erstaunen des Betreuers als nicht gerade hoch gehandelter Außenseiter sogar einen Platz auf dem Treppchen erklommen hat!
Da Pool B heuer mit 18 (!) Teams das bisher dichteste Teilnehmerfeld stellte, ergab sich geradezu zwangsläufig für die Vorrunde die Einteilung mit 6 Gruppen zu je 3 Mannschaften. Um den engen Zeitrahmen nicht zu sprengen und möglichst straff zu gestalten, waren sämtliche Spiele lediglich auf 15 Punkte angesetzt (gleichgültig, ob mit oder ohne 2 Punkte Unterschied). Deshalb gab der Coach die logische Devise aus, vom Anpfiff weg mit Volldampf ans Werk zu gehen und allzu leichtfertige Fehler (z. B. bei der Angabe) tunlichst zu vermeiden. Dabei konnte er sich auf ein erfahrenes Aufgebot verlassen, das sich neben einem aktiven Vereinsspieler (wieder in Gestalt von Alban Hofer) fast durchgehend aus erprobten Akteuren des 5. Jahrgangs zusammensetzte und rein von der Papierform her noch höher als die letztjährige HTL-Vertretung einzuschätzen war. Wie üblich hieß der Spielort BG/BRG Reithmannstraße Innsbruck mit der gewohnten Dreifachhalle, die dank ihrer Höhe für alle Beteiligten angenehmerweise weniger Deckenberührungen des Spielgeräts zuließ.
Zum Auftakt gab es in Block A ein Wiedersehen mit einem Dauerrivalen, nämlich dem BORG Innsbruck, das in diesem Match gegen das druckvolle Spiel unserer Burschen wenig zu bestellen hatte und (einmal mehr) mit 9:15 klar den Kürzeren zog. In der zweiten Partie gegen das BG/BRG Lienz konnten sich die Bautechniker allerdings nicht sonderlich mit Ruhm bekleckern, weil sie trotz eindeutiger Überlegenheit das Geschehen durch nachlässiges bis manchmal überhebliches Auftreten unnötig verlängerten und erst nach einer Reihe von vergeigten Möglichkeiten mit 15:12 beendeten. Dennoch gab es am Gruppensieg des Favoriten nicht den geringsten Zweifel, was ihm den Einzug ins Kreuzspiel gegen das BRG Ursulinen Innsbruck als Zweiten von Block B bescherte. Hier besann sich aber die HTL-Truppe wieder ihrer Qualitäten und machte mit dem chancenlosen Gegner mehr oder minder kurzen Prozess, um einen deutlichen 15:8-Erfolg einzufahren.
Damit stand sie bereits unter den Top 6, für das Erreichen der besten 3 benötigte es jedoch im nächsten Treffen einen weiteren Sieg, um im Titelkampf weiterhin mitmischen zu können. Hier wartete freilich mit der bis dahin ebenso ungeschlagenen HTL Anichstraße der mit Abstand härteste Konkurrent. Leider lief es für unsere Jungs zu Beginn des Satzes nicht nach Wunsch, weil sie mit mehreren (vermeidbaren) Ballfehlern die erforderliche Sicherheit verloren hatten und sofort in Rückstand gerieten. Zwar konnten sie sich immerhin bald erfangen und in Normalform agieren, aber sie mussten ständig dem Ausgleich hinterherlaufen. Als es in der entscheidenden Phase dank einiger schöner Punkte vor allem durch den schlagkräftigen Hofer so weit zu sein schien, machten sich einerseits die Bautechniker das Leben selbst schwer, indem sie zum ungünstigsten Zeitpunkt gleich 2 Aufschläge ins Netz bzw. ins Aus beförderten. Andererseits traten nun die überforderten Unparteiischen (gestellt von Schülern spielfreier Teams, die sich offensichtlich nicht so genau im Regelwerk auskennen) auf den Plan, die ausgerechnet beim Stand von 13:14 in einem dramatischen Ballwechsel schon zum zweiten Mal (!) in dieser Auseinandersetzung fälschlicherweise auf Übertritt unter dem Netz entschieden. Somit war das Match gelaufen, auch anschließende Proteste verhallten letztlich ungehört, und ein ehrlicher Betreuer, der bei den ersten Punkten nach einem Irrtum der Zähler den Spielstand zu seinen eigenen Ungunsten hatte korrigieren lassen, musste die restlos bedienten Burschen besänftigen.
Da jetzt „nur“ mehr die Ränge 4 bis 6 auszuspielen waren, fehlte es in der folgenden Partie gegen die HAK Lienz vorerst bei Weitem an der nötigen Energie, um mit dem Gegner halbwegs mithalten zu können. Nachdem die HTL-Auswahl eigentlich aussichtslos mit 3:10 ins Hintertreffen geraten war, raffte sie sich schlagartig noch einmal auf und arbeitete sich Punkt für Punkt heran. Bei ihrer Aufholjagd warf sie auch ein 11:14-Rückstand nicht aus der Bahn, um diesen mit einer enormen Portion Kampfgeist und Spielwitz nicht nur zu egalisieren, sondern sogar das Match mit dem knappsten aller Ergebnisse (15:14) zu gewinnen. Nach diesem Kraftakt stand zum Abschluss das Treffen mit der HBLF Rotholz auf dem Programm, welches die wieder gefestigten Bautechniker standesgemäß mit 15:9 für sich entschieden. Ungeachtet der eindrucksvollen Bilanz von 5 Erfolgen und einer einzigen (hauchdünnen) Niederlage überwog bei unseren Jungs allerdings mehr die Enttäuschung, nicht ein noch besseres Endresultat als Platz 4 erzielt zu haben. Hätten sie nämlich den Aufstieg in die Top 3 geschafft, wäre ihre Motivation wohl auf eine noch (viel) höhere Stufe geklettert!
Wegen einer großen Abendveranstaltung am nächsten Tag hatte Coach Bodner in den folgenden Stunden alle Hände voll zu tun, um für Pool A eine konkurrenzfähige Truppe zusammenzustellen. Nach z. T. langwierigen Verhandlungen stand endlich eine achtbare Vertretung für die kommende Herausforderung bereit, die immerhin 5 aktuelle Vereinsspieler umfasste und aus Akteuren quer durch alle Jahrgänge bestand. Bei 10 Meldungen wurde die Qualifikation in 3 Gruppen zu je 3 bzw. 4 Mannschaften abgewickelt und wie in Pool B zunächst lediglich auf einen kurzen Satz bis 15 Punkte gespielt, um für einen raschen Ablauf zu sorgen. Dank einer günstigen Auslosung in der Vorrunde legten unsere Burschen in Block C fulminant los und fegten förmlich beide Gegner jeweils mit 15:4 vom Parkett. Erst hatte das BRG in der Au bereits große Probleme, die wuchtigen Aufschläge besonders des erstmals antretenden Luis Trinker überhaupt vernünftig anzunehmen, dann konnte das BRG Ursulinen Innsbruck spielerisch nicht das Geringste entgegensetzen, um den Angriffswirbel der HTL-Auswahl zu entschärfen.
Nach dem haushohen Gruppensieg wartete als „Belohnung“ im Kreuzspiel für den Einzug unter die besten 3 der Zweite aus Block A mit der HAK Reutte auf unsere Jungs, die bald erkennen mussten, dass spätestens ab der Zwischenrunde ein raueres Lüftchen weht. Denn ehe sie sich es versahen, lagen sie nach einem verhaltenen Start sage und schreibe 4:10 zurück! Doch wie am Vortag bäumte sich die HTL-Truppe in dieser nahezu hoffnungslosen Situation erneut auf, um sich gleichsam am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen. Als gäbe es eine lupenreine Wiederholung, kämpfte sie sich mit herrlichen Ballwechseln langsam aber stetig heran, ließ sich ebenso beim Stand von 10:14 nicht beirren und vollendete mit einer Teamleistung wie aus einem Guss sogar den nicht mehr für möglich gehaltenen 15:14-Triumph, womit die junge Riege schon jetzt sämtliche Erwartungen übertroffen hatte.
Freilich bekamen es unsere Jungs im Wettstreit um die Medaillenränge nun mit schweren Kalibern zu tun, die nicht nur technisch und spielerisch mindestens gleichwertig waren, sondern zudem über entscheidende Vorteile hinsichtlich Körperlänge verfügten, was sich normalerweise deutlich in den Bereichen Angriff und Block auswirkt. Zu allem Überdruss musste sich davor der für das Gefüge praktisch unersetzbare Jakob Rief verabschieden, welcher bisher in Annahme und Zuspiel so geglänzt hatte. All diese Umstände hatte die HTL-Auswahl in der ersten Begegnung mit dem BRG Sillgasse zu verdauen, als sie innerhalb kurzer Zeit mit 6:15 unter die Räder kam. Da wenigstens in der Endrunde auf 2 Sätze bis 15 Punkte gespielt wurde, erhielten unsere Burschen die Gelegenheit, sich angemessen zu rehabilitieren. Dank kleinerer taktischer Maßnahmen, um vor allem die Offensive variabler zu gestalten (in Durchgang 1 war der Aufbau viel zu leicht durchschaubar), sowie der Güte der Gymnasiasten, mindestens einen Gang zurückzuschalten, konnte sich der Außenseiter in Satz 2 erheblich steigern und einen wachsenden Vorsprung herausarbeiten. Erst beim Stand von 14:9 legte der Favorit ordentlich zu und schaffte tatsächlich den Gleichstand, war jedoch nicht mehr imstande, den letzten Ballwechsel zu gewinnen und den Achtungserfolg der HTL-Vertretung mit 15:14 zu verhindern. Von der Papierform her noch schwerer sah die Aufgabe gegen den Titelverteidiger HTL Anichstraße aus, der in der Eröffnungspartie dieser Gruppe das BRG Sillgasse bereits glatt in 2 Sätzen bezwungen hatte. Dennoch vermochten unsere Jungs erstaunlicherweise in Durchgang 1 eine Zeit lang mitzuhalten, wurden aber in der entscheidenden Phase vom Champion zum 8:15 regelrecht überrollt. Trotzdem gaben sie sich in Satz 2 nicht so ohne weiteres geschlagen und lagen bei 10 gemachten Punkten sogar knapp voran. Leider wollte sich der alte und neue Meister keine Blöße geben und drehte am Schluss nochmals richtig auf, um standesgemäß auch den letzten Abschnitt mit 15:12 zu seinen Gunsten zu beenden.
Ungeachtet der Pleiten in den beiden letzten Treffen herrschte große Zufriedenheit über Rang 3 in der Gesamtwertung, womit im Vorfeld wohl kaum zu rechnen war. Sämtliche Vereinsspieler (Rief, Hofer, Trinker, Dampf, Fritz) waren ebenso wie der später eingetroffene Michaeler unabhängig ihres Alters ständig im Einsatz, während sich die übrigen Protagonisten brüderlich abwechselten. Aus Sicht des Betreuers war es wirklich ein Vergnügen, dieses bunt gemischte Aufgebot aus verschiedenen Abteilungen und Jahrgängen anzuführen, wofür sich der Schreiber dieser Zeilen noch erkenntlich zeigen wird. Erfreulicherweise wird deshalb dieselbe Besetzung bei kommenden Wettkämpfen zum größten Teil so zur Verfügung stehen, während bei der Auswahl für Pool B mit dem Ausscheiden vieler altgedienter Recken (Albers, Büyükata, Falbesoner, Stoffaneller, Knoflach, Michaeler, Atzl) ein großer Umbruch bewerkstelligt werden muss!

Mannschaftsfoto (Pool B)
Stehend v. l.: Elias Atzl (5cHBT), Jakob Knoflach (5bHBT), Alban Hofer (4bHBT), Mika Albers (5aHBT), Jonas Falbesoner (5aHBT), Paul Michaeler (5bHBT).
Hockend v. l.: Leo Stoffaneller (5aHBT), Abdullah Büyükata (5aHBT), Vitus Simonek (5bHBT), Paul Stegner (4bHBT).

Mannschaftsfoto (Pool A)
Stehend v. l.: Luis Trinker (3bHGK), Jakob Rief (5aHGK), Moritz Larcher (4bHGK), Alban Hofer (4bHBT), Paul Michaeler (5bHBT).
Kniend v. l.: Benedikt Fritz (1cHBT), Luis Dampf (1cHBT), Paul Stegner (4bHBT).





















