Workshop Nah-Ost-Konflikt

Unter Betreuung von Frau Professor Angelika Perkhofer beschäftigte sich die 5aHGK drei Tage lang intensiv mit dem Konflikt im Nahen Osten. Von dem Projektleiter Michael Ingber erhielten wir die benötigten Informationen, die so in keinem Schulbuch zu finden sind. Denn Herr Ingber lebte selbst viele Jahre lang in Israel und erlebte die Zustände dort hautnah.

Am ersten Tag begannen wir mit der gemeinsamen Erforschung der Problematik, die seit mehreren Jahrzehnten im Nahen Osten herrscht. Nach und nach machten wir uns mit diesem komplexen Thema vertraut und lernten einiges über die involvierten Parteien des Konflikts (Syrien, Israel, Palästina, Jemen etc.). Durch den persönlichen Input des Projektleiters konnten wir die Situation aus einem etwas anderen Blickwinkel betrachten und über das typische Gut-Böse-Schema hinaussehen. Wir beleuchteten den Konflikt von verschiedenen Seiten und verstanden allmählich die Interessen aller Beteiligten. Wir redeten über Historisches und Gegenwärtiges, über Kultur und Religion – über alle jene Aspekte, die in diesem Konflikt aufeinandertreffen.

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Am nächsten Tag war die Differenzen zwischen Israel und Palästina an der Reihe. Wir lernten die beiden verschiedenen Kulturen kennen und vertieften uns immer mehr in den schon lange bestehenden Konflikt.
Durch all die Informationen und Geschichten, die uns Herr Ingber lieferte, konnten wir uns mit der Zeit immer mehr in die Menschen und Fraktionen hineinversetzen. Wir verstanden die Probleme immer besser und begriffen, wie schwierig es ist, zu einer Lösung zu kommen, mit der alle einverstanden sind. Jetzt war es an der Zeit für unseren eigenen Nah-Ost-Konflikt.

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Am dritten Tag des Projekts war eine Präsentation im Format einer UNO-Konferenz geplant. Jede/r hatte bereits einen Tag zuvor eine bestimmte Rolle (UNO, USA, NGOs etc.) zugeteilt bekommen. Nach einer zweistu?ndigen Vorbereitungszeit setzten wir uns am runden Tisch zusammen und die “Vertreterin der UNO ” eröffnete um 10 Uhr morgens offiziell die Konferenz. Auch wenn es anfangs ziemlich ruhig lief, stieg die Spannung relativ schnell an und die Diskussionen wurden immer hitziger. Es entstand der Charakter einer echten Konferenz. Heftige Argumente und Fakten wurden ausgesprochen.

Jede und jeder von uns steigerte sich wirklich in die Rolle hinein. Während der heftigen Diskussion reagierten die Parteien oft sehr egoistisch auf die Vorschläge der anderen, sodass der Eindruck entstand, jede/r würde sich nur um das Wohl des eigenen Volkes kümmern. Doch trotzdem behielten wir unser Ziel immer klar im Auge – eine gemeinsame Lösung zu finden.

Rückblickend lässt sich sagen, dass das Projekt ein voller Erfolg war, und wir viel Wissen für uns mitnehmen konnten. Wir bedanken uns herzlichst bei Frau Professor Perkhofer und Herrn Ingber für die Organisation dieses Projekts.